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Beelitzer Spargelbauern wollen für blühende Landschaft sorgen

Unterschrift im Rathaus v.l.n.r. Jürgen Jakobs, Kordula Isermann, Kerstin Pahl, E.A. Winkelmann, Bernhard Knuth, Lutz.Pahl.
Bild: © Thomas Lähns / Stadtverwaltung Beelitz

Gemeinsam Artenvielfalt erhalten

Die Beelitzer Spargelbauern haben sich jetzt schriftlich dazu verpflichtet, Flächen für die Aussaat von Wildblumen und –kräutern zur Verfügung zu stellen. Am 12. April ist im Vorfeld der offiziellen Saisoneröffnung eine entsprechende Vereinbarung mit dem „Blühstreifen Beelitz e.V.“ unterzeichnet worden. Der in Buchholz ansässige Verein wirbt dafür, Acker– und Gartengrundstücke mit Wildpflanzen zu versehen, um ein dauerhaftes Nahrungsangebot für Insekten zu schaffen. Grundstückseigentümer werden dabei fachlich unterstützt, bekommen Hinweise zu den richtigen Saatmischungen, außerdem wird das Thema gezielt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Die Beelitzer Spargelbauern möchten Blühflächen anlegen

Die neun größeren Beelitzer Spargelanbaubetriebe werden demnach in diesem Jahr zwischen 0,5 und 3 Hektar Fläche zur Verfügung stellen, ein Beschluss dazu ist auf der Frühjahrssitzung des Spargelvereins einmütig gefasst worden. „Zusammen möchten wir Blühflächen anlegen oder erhalten, die als  Ausgleich im intensiven Spargelanbau fungieren und nachhaltig von Frühjahr bis Herbst möglichst mehrere Jahre verfügbar sind“, heißt es in der Vereinbarung. Anlass ist das zunehmende Insektensterben: In den letzten 30 Jahren haben sich die Zahlen je nach Art mehr als halbiert, als eine Ursache gilt ein immer knapperes Nahrungsangebot.

Mit Signalwirkung für andere Landwirte

„Auch für uns ist das ein Riesen-Thema“, sagte Ernst-August Winklemann vom Spargelhof Klaistow. Sein Unternehmen war eines der ersten, das im vergangenen Jahr den Schulterschluss mit dem Blühstreifen-Verein gesucht hat und mittlerweile über 50 Hektar Land, zum Teil auch in Eigenregie, zum Blühen bringt. Er hofft auf eine Signalwirkung auch für andere Landwirte: „Ich denke, dass alle die Notwendigkeit sehen und deshalb auch mitmachen werden, letztendlich ist es aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Auf der Suche nach weiteren Projektpartnern

Lutz Pahl vom Blühstreifen-Verein begrüßte den Einsatz: „Uns ist klar, dass die Landwirte mit solchen Flächen nicht gerade reich werden, deshalb wollen wir dabei Hilfestellungen geben und sie ermutigen. Die große Bereitschaft, mit uns zusammenzuarbeiten, ist eine ganz tolle Sache.“ Es zeige sich, dass ein allgemeines Umdenken stattfinden würde. „Und wir suchen immer weitere Projektpartner. Das kann ein Landwirt sein, aber auch ein Gartenbesitzer, der eine kleine Ecke auf seinem Grundstück bereitstellt.“

Von Anfang an starke Partner

Der Blühstreifenverein hat sich vor über einem Jahr gegründet und von Anfang an starke Partner im Boot gehabt - neben Landwirtschaftsbetrieben in Klaistow, Wittbrietzen, Buchholz und Hennickendorf auch den Naturpark Nuthe-Nieplitz und das Netzwerk „Blühende Landschaft“. Auch die Stadt Beelitz ist dabei, Bürgermeister Bernhard Knuth hat als Schirmherr des Blühstreifen-Vereins die Vereinbarung mit unterzeichnet.    

Weitere Informationen zum Erhalt der Artenvielfalt auf www.bluehstreifen-beelitz.de

Bilder: Thomas Lehns (Stadtverwaltung Beelitz)
Text: Thomas Lehns (Stadtverwaltung Beelitz) & Verein Beelitzer Spargel e.V.

von Beelitzer Spargel e.V.

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